Von besonderem Format
12.12.2011


Noch vor wenigen Jahren wären Privatleute wohl kaum auf die Idee gekommen, solch edle Druckerzeugnisse zu bestellen. Geschäftsfü
Beste Druckqualität bei gleichzeitig kompromissloser Haltbarkeit der Tinten auf Glas und auf anderen starren Medien – bei der traditionell auf die Verarbeitung von Flachglas spezialisierten Siebdruckerei Andres Druck + Werbung muss der großformatige Digitaldruck besondere Anforderungen erfüllen. Zwei Großformat-Inkjet-Drucksysteme der Acuity-Familie von Fujifilm haben hier binnen 24 Monaten mehr als 50.000 m² bedruckt.
Köln bei Nacht. Eine Panoramaaufnahme der City rund um den Dom, gedruckt auf Glas mit faszinierender Brillanz und Leuchtkraft. Das Ganze gut einen Meter hoch und eineinhalb Meter breit. Im Dunklen von hinten beleuchtet ein Blickfang sondergleichen. „Noch vor wenigen Jahren wäre allein aus Kostengründen kein Privatmann auf die Idee gekommen, ein solch edles Druckerzeugnis in Auftrag zu geben“, stellt Detlev Andres fest. „Das hat sich geändert, seit wir im Herbst 2009 in den großformatigen Digitaldruck eingestiegen sind. Damit ist auch unser Kundenspektrum breiter geworden.“ Inzwischen erwirtschaftet der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der Andres Druck + Werbung GmbH aus Porta Westfalica bereits etwa 15 bis 20 % seiner Umsätze mit der neuen Drucktechnologie.
In Zahlen ausgedrückt: Annähernd 35.000 m² unterschiedlicher Materialien hat die ehemals reine Siebdruckerei mit ihrem ersten UV-Großformatdrucksystem Acuity Advance HD2565 X2 von Fujifilm binnen knapp eineinhalb Jahren bedruckt. „Viele unserer Kunden haben sehr schnell die Möglichkeiten der neuen Drucktechnologie erkannt“, erinnert sich Andres. Um die Kapazität im Digitaldruck angesichts dieser enormen Nachfrage auszubauen, ließ die Druckerei diese Maschine im März 2011 gegen eine gut doppelt so schnelle Acuity
Advance HS HD3545 X2 austauschen. Bereits sechs Monate später hatte der Zähler des neuen Highspeed-Systems die 20.000-m²-Marke übersprungen. „Die Aufträge kommen heute immer kurzfristiger herein und müssen schneller denn je abgearbeitet werden“, betont der Druckereiinhaber die essentielle Bedeutung der hohen Produktionsgeschwindigkeit der neuen Acuity Advance HS HD3545 X2 für seinen Betrieb.
Jeder vierte Euro wird mit dem Digitaldruck verdient
„Der Anteil des Digitaldrucks an unserem Umsatz wird auf etwa 25 % zulegen“, schätzt Andres. Ungeachtet dieses stattlichen Wachstums werde sein Unternehmen mit derzeit knapp 20 Mitarbeitern letztlich aber doch in erster Linie eine Siebdruckerei bleiben – spezialisiert auf besondere Anforderungen. Das gilt allem voran für den Druck auf Flachglas für die Möbelindustrie. Zum Beispiel namhafte Hersteller von Küchenmöbeln aus der Region lassen Türfronten oder Einlegeböden bei dem Mitte 2000 gegründeten Betrieb mit ansprechenden Dekors verzieren. Darüber hinaus werden hier unter anderem Gehäuseteile von Schaltkästen oder Schilder bedruckt.
Früher kam dabei ausschließlich der Siebdruck zum Einsatz. Bei kleinen und kleinsten Auflagen dagegen hat der Digitaldruck mit der Acuity längst das konventionelle Verfahren abgelöst. „Wir waren froh, dass wir unsere Siebdruckmaschinen mit der neuen Drucktechnologie entlasten konnten und nicht länger mit Kleinauflagen blockieren mussten“, freut sich Andres über den Gewinn an Produktionskapazität im Siebdruck, der mit dem Einstieg in den Digitaldruck Hand in Hand ging.
Neue Umsatzpotenziale erschlossen
Ansonsten ist der Betrieb mit seinen großformatigen Piezo Drop-on-Demand-Inkjet-Drucksystemen gleich in eine ganze Reihe neuer Marktsegmente vorgedrungen. Beispiele sind die Herstellung von Displays für den Point-of-Sale oder Fahrzeugbeschriftungen. „Im Digitaldruck zählen unter anderem Agenturen, Industriebetriebe, der Einzelhandel und sogar Privatpersonen zu unseren Auftraggebern“, erklärt Andres. Aber auch viele der klassischen Siebdruckkunden – allem voran Zulieferer der Möbelindustrie und Glasveredelungsbetriebe – platzieren heute ihre Großformat-Jobs bei der Siebdruckerei in Porta Westfalica.
Mit dem Digitaldruck hat zudem die Bandbreite der hier bislang verarbeiteten Bedruckstoffe an Vielseitigkeit gewonnen. Sind es im Siebdruck typischerweise Glas, Acryl, Metalle und Kunststoffe, gesellen sich im Digitaldruck unter anderem Hart- und Weichschaum-Materialien wie Polystyrol, Polykarbonat oder Selbstklebefolien hinzu. Den Schwerpunkt bilden allerdings Displaykartons, die später unter anderem im Einzelhandel als POS-Werbematerialien um die Gunst von Konsumenten buhlen.
Kunden mit besonderen Ansprüchen an die Druckqualität
Es liegt auf der Hand: Bei solchen Druckerzeugnissen ist fotorealistische Detailwiedergabe mit kräftigen Farben bei gleichzeitig stufenlosen Verläufen sowie satten Volltonflächen gefragt. Selbst minifeine 4-Punkt-Schriften müssen gestochen scharf herauskommen. Der Farbraum der Tinten muss auch Haus- und Logofarben wie HKS- oder Pantone-Farben originalgetreu abdecken können. Geben Kunden wiederum den Druck von Familienfotos auf Glas in Auftrag, sind neben höchster Brillanz zusätzlich natürliche Hautfarben und die Leuchtkraft der Farben wichtige Messlatten der Zufriedenheit der Auftraggeber. Ähnlich sieht es aus, wenn Andres Druck + Werbung Fotos von Haustieren auf Glas oder auf andere transparente Materialien printen soll.
„Die meisten Großformatdrucke werden üblicherweise aus der Ferne betrachtet – und müssen ihre Wirkung entsprechend über größere Distanzen hinweg entwickeln. Das heißt, die Druckqualität spielt bei ihnen eher eine sekundäre Rolle. Das ist bei dem Großteil unserer Digitaldruckjobs ganz anders“, grenzt Andres die Anforderungen seiner Kunden ab. Deshalb hatte die hohe Qualität der hochauflösenden Grauskalen-Druckköpfe der Acuity Advance HD2565 X2 in Kombination mit der VarioDot-Bebilderungstechnologie von Fujifilm seinerzeit im Zuge des Auswahlprozesses eine zentrale Rolle gespielt. Gleiches gilt für die Acuity Advance HS HD3545 X2, die ebenfalls mit diesen Hightech-Druckköpfen und der VarioDot-Technologie arbeitet.
Dank dieser innovativen Technologien können die Acuity Advance-Drucksysteme Tröpfchengrößen zwischen sechs und 42 Picolitern erzeugen. Während die kleinsten Tröpfchen feinste Detailzeichnungen garantieren, ermöglichen die größeren Tintentropfen die ruhigen Volltonflächen und stufenlosen Verläufe mit weichen Übergängen. Die hohe Auflösung der Grauskalen-Druckköpfe wiederum wird in idealer Weise von den UV-härtenden Uvijet-Tinten von Fujifilm unterstützt. Sie kombinieren einen sehr hohen Pigmentanteil mit der patentierten ‚Micro-V’-Dispersionstechnologie des Unternehmens. Mit Hilfe dieses Hightech-Produktionsverfahrens werden die Farbpigmente in dem nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifizierten Werk von Fujifilm Sericol in Broadstaires in Großbritannien über Stunden hinweg besonders fein gemahlen. Im Ergebnis beträgt ihre Partikelgröße weniger als ein Mikrometer. Das ist ein Geheimnis der hohen Druckqualität, die mit diesen preisgekrönten Tinten erzielbar ist. Gleiches gilt für die Breite ihres Farbraums, die aus Sicht von Andres im Markt einzigartig ist. Seit dem Umstieg auf die Acuity Advance HS HD3545 X2 arbeitet die Druckerei mit den Uvijet-KI-Tinten. Diese neueste Tintengeneration unterstützt ihre speziellen Anforderungen insbesondere beim Druck auf Flachglas noch etwas besser. Andres: „Wir fahren im Digitaldruck mit diesen Inkjet-Systemen auf einem geradezu unglaublich hohen Qualitätsniveau.“ Und das bei vergleichsweise geringem Tintenverbrauch – erzielt die Acuity doch selbst bei einem dünnen Farbauftrag eine hohe Deckkraft. Die Weißoption der Acuity-Systeme gibt zusätzliche Flexibilität, die Wünsche anspruchsvoller Kunden zu erfüllen. So wird die weiße Tinte vor allem eingesetzt, um transparente Materialien zu grundieren und damit spezielle Effekte zu erzielen. Je nach Anforderung der Auftraggeber wird mit ihr aber auch bei dunklen Substraten gearbeitet. Um den Kunden diese Möglichkeiten bieten zu können, wurden die Acuity-CMYK-Drucksysteme jeweils mit zwei zusätzlichen Druckköpfen für die weiße Tinte ausgestattet.
Besonders gute Haftung der Tinten auf Glas
Apropos Flachglas: Das Arbeiten mit diesem Material beherrschen wohl die wenigsten Großformatdruckereien. Bei Andres Druck + Werbung dagegen hat man sich im Laufe von mehr als zehn Jahren umfassendes Know-how angeeignet, wie dieses Material vorbehandelt werden muss, damit sich im Druck für die verschiedenen Einsatzzwecke jeweils optimale Ergebnisse erzielen lassen. Hier kommt insbesondere auch der Haftung und der Abriebfestigkeit der Tinten eine Schlüsselrolle zu. „Unsere Gitterschnitt-Tests und Experimente mit Cutter-Messern im Demo-Center von Fujifilm Sericol in Köln haben gezeigt, dass die Uvijet-Tinten gerade auch auf eher kritischen Materialien wie Flachglas besonders gut haften. Das war der zweite wichtige Grund, weshalb wir uns 2009 für die Installation eines Großformatdrucksystems der Acuity-Familie entschieden haben und auch die neue Acuity hier steht“, betont Andres die besondere Bedeutung dieses Aspekts für sein Unternehmen.
Die Kombination aus der fotorealistischen Druckqualität sowie der perfekten Haftung und des breiten Farbraums der Tinten auf einer enorm umfangreichen Palette unterschiedlicher Substrate „bedeutet für uns, dass wir mit der Digitaldruckmaschine für unsere Kunden praktisch alles machen können. Dank der Flexibilität der Tinten kommen wir mit Glas genauso gut klar wie mit Kunststoffen und Karton. Deshalb ist uns beim Einstieg in das neue Druckverfahren gleich ein Senkrechtstart gelungen. Und deshalb wiederum haben wir schon bald die höhere Produktionskapazität der Acuity Advance HS HD3545 X2 gebraucht“, so der Werbetechnikspezialist. Zumal der Einstieg in die neue Drucktechnik auch dank der einfachen Bedienbarkeit der Inkjet-Drucksysteme für die erfahrenen Mitarbeiter der Siebdruckerei keine echte Herausforderung gewesen sei.
Konsistente Druckergebnisse
Wichtig ist für die Siebdruckerei auch die Stabilität des Inkjet-Prozesses. Keine Frage: Weder die Möbelhersteller und ihre Zulieferer noch die Agenturen, Industriebetriebe oder der Einzelhandel würden auch nur kleinste Schwankungen bei der Qualität oder Abweichungen bei den Farbtönen akzeptieren – schon gar nicht bei ihren Haus- und Logofarben. „Bei mehrteiligen Displays ist es vollkommen egal, in welcher Reihenfolge wir die einzelnen Teile ausdrucken. Sie passen garantiert perfekt zusammen“, fasst Andres die Erfahrungen der Siebdruckerei zusammen. Und Nachdrucke seien auch nach längerer Zeit bei exakt konsistenten Ergebnissen möglich. Obwohl man hier nicht einmal mit einem Farbmanagement arbeitet.„Siebdruckereien brauchen heute eine solche Möglichkeit, kleine Auflagen kostengünstig zu produzieren. Ansonsten gehen ihnen zu viele Aufträge verloren – und damit je nachdem auch Kunden“, beleuchtet Andres die Investitionsentscheidung noch aus einem anderen Aspekt. Fujifilm Sericol kennt er schon seit den Zeiten, in denen er noch Siebe von dem Unternehmen bezog. Auch die positiven Erinnerungen an diese Geschäftsbeziehung hatten bei der Auswahl der Inkjet-Drucktechnologie mitgeklungen. Zudem sei dieser Hersteller seit mehr als 60 Jahren im Großformatdruck zu Hause – und habe damit auch besonderes Potenzial, die Produktionstechnologien weiter zu entwickeln.
Je nach Nachfrage will er irgendwann vielleicht noch zusätzlich eine Rollenmaschine installieren, um verstärkt auch flexible Bedruckstoffe verarbeiten zu können. Zwar gebe es für die Acuity Advance HS HD3545 X2 eine Rollenoption. Auf die wolle man hier aber angesichts der ohnehin schon extrem hohen Auslastung des Digitaldrucksystems lieber verzichten.
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Spende für Wald-Aufforstung
12.12.2011
Die Löcher waren bereits gebuddelt: Noch die Birke reinstellen, Erde darüber schaufeln und dann ordentlich wässern. Norbert Schwindling und Daphne Fazal von Fujifilm Sericol ließen es sich nicht nehmen und halfen fleißig mit, „ihren euromedia-Wald“ zu pflanzen. Der Anlass dafür war die Spende von Fujifilm Sericol an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. im Rahmen einer Promotion-Aktion.
Vor knapp einem Jahr riefen die Mitarbeiter der Kölner Firma die Aktion ins Leben. Damals hieß es „Helfen Sie uns noch grüner zu werden!“ Für je 50 verkaufte Rollen Medien aus dem „grünen“ euromedia Sortiment, versprachen die Large Format-Experten einen Baum zu pflanzen. Daraus geworden sind 238 m² Wald im Waldlabor, einem Projekt der Stadt Köln. Hier werden unterschiedliche Waldformen gepflanzt, die sowohl dem Klimaschutz als auch der naturnahen Erholung dienen. Und damit man auch in zwanzig Jahren, wenn die Bäume bereits hochgewachsen und der Wald dicht ist, „seinen“ Wald noch finden kann, markiert eine Plakette mit den eingravierten Namen der Spender die Fläche.
Genauso wie dieser Wald wächst auch das euromedia-Portfolio an „grünen“, d.h. umweltfreundlichen, Medien ständig. Bereits jetzt umfasst es zahlreiche Öko-Tex-, PEFC-zertifizierte und PVC-freie Medien. „Umweltschutz ist ein ganz zentrales Thema für uns, das wir sowohl in solchen Aktionen als auch in unseren Produkten leben“, erklärt David Radtke, Produktmanager von euromedia. „Unser BigPicture ultrawhite zum Beispiel ist PEFC zertifiziert. Hinter diesem Zertifikat steht der Garant für eine ganzheitliche Nachhaltigkeit, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verbindet. Das ist ein ganz wichtiger Faktor für uns und unsere Kunden, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.“
Vor knapp einem Jahr riefen die Mitarbeiter der Kölner Firma die Aktion ins Leben. Damals hieß es „Helfen Sie uns noch grüner zu werden!“ Für je 50 verkaufte Rollen Medien aus dem „grünen“ euromedia Sortiment, versprachen die Large Format-Experten einen Baum zu pflanzen. Daraus geworden sind 238 m² Wald im Waldlabor, einem Projekt der Stadt Köln. Hier werden unterschiedliche Waldformen gepflanzt, die sowohl dem Klimaschutz als auch der naturnahen Erholung dienen. Und damit man auch in zwanzig Jahren, wenn die Bäume bereits hochgewachsen und der Wald dicht ist, „seinen“ Wald noch finden kann, markiert eine Plakette mit den eingravierten Namen der Spender die Fläche.
Genauso wie dieser Wald wächst auch das euromedia-Portfolio an „grünen“, d.h. umweltfreundlichen, Medien ständig. Bereits jetzt umfasst es zahlreiche Öko-Tex-, PEFC-zertifizierte und PVC-freie Medien. „Umweltschutz ist ein ganz zentrales Thema für uns, das wir sowohl in solchen Aktionen als auch in unseren Produkten leben“, erklärt David Radtke, Produktmanager von euromedia. „Unser BigPicture ultrawhite zum Beispiel ist PEFC zertifiziert. Hinter diesem Zertifikat steht der Garant für eine ganzheitliche Nachhaltigkeit, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verbindet. Das ist ein ganz wichtiger Faktor für uns und unsere Kunden, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.“
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DC Thomson & Co Ltd in Schottland entscheidet für Goss-Kompakt-Rotation Colorliner CPS
12.12.2011
PreMedia Newsletter:
Shane, Goss Graphics kann bei dieser IFRA-Expo 2011 in Wien einen außerordentlichen Erfolg vermelden. Ein sehr renommiertes Verlagshaus in Dundee, Schottland, DC Thomson & Co, hat sich für diese Goss-Neuentwicklung entschieden. Können Sie unseren Lesern detailliertere Informationen zu diesem Auftragsabschluss geben?
Shane, Goss Graphics kann bei dieser IFRA-Expo 2011 in Wien einen außerordentlichen Erfolg vermelden. Ein sehr renommiertes Verlagshaus in Dundee, Schottland, DC Thomson & Co, hat sich für diese Goss-Neuentwicklung entschieden. Können Sie unseren Lesern detailliertere Informationen zu diesem Auftragsabschluss geben?
Shane Lancaster: Karl, es besteht eine sehr lange und auch enge Beziehung zwischen DC Thomson und Goss Graphics. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer 100-jährigen Partnerschaft mit DC Thomson. Wir werden unsere Neuentwicklung, die Goss Colorliner CPS (Compact Printing System) am Standort von DC Thomson in Dundee installieren. DC Thomson ist unser Pilotkunde für dieses außerordentliche Maschinenkonzept. Diese doppeltbreite Kompaktrotation in Achterturm-Bauweise und 2 Falzapparaten wird als Hybrid-Modell für Coldset- und Heatset-Produkte zum Einsatz kommen. Sie wird bis zu 90.000 Exemplare pro Stunde produzieren können. Dabei unterstützt ein volles Automatisierungs-Paket wie beispielsweise der Goss-Autoplate-Plattenwechselanlage und Closed-loop-Steuerung die Wirtschaftlichkeit der Zeitungsproduktion.
Goss Graphics wird das System mit Goss Contiweb FD Rollenwechsler, zwei Goss Ecocool Heatset-Trockner und zwei J2:5:5 Falzapparaten ausstatten.
PreMedia Newsletter:
Shane, wie sieht die Zeitachse bis zum Produktionsanlauf in diesem wohl sehr fordernden Gesamtprojekt aus?
Shane Lancaster: Wir werden mit der Auslieferung der Maschine Mitte 2012 beginnen. Der erste Teil der Anlage wird im Oktober zum Anlauf kommen; der zweite Teil der Maschine im November 2012. Am Jahresende 2012 werden die beiden Trockner montiert und betriebsbereit für die Produktion einer Hybrid-Zeitung zur Verfügung stehen.
PreMedia Newsletter:
Shane, diese Goss Colorliner CPS stellt eine komplett neue Entwicklung von Goss Graphics dar?
Shane Lancaster: Goss International hat das neue Colorliner CPS (Compact Printing System)-Modell mit vielen Features aus der bewährten High-Performance-FPS (Flexible Printing System)-Modell entwickelt.
Das geschah mit dem Hintergrund, die Bedürfnisse von Druckern über hohe Druckqualität, einfache Bedienung mit geringstmöglichstem Besetzungsvorschriften an der Rotation selbst bei höchstem Automatisierungsgrad und geringstmöglichen Produktionskosten abzudecken. Dazu kommt, dass durch die Kompaktbauweise geringerer Raumbedarf bei neuen wie auch bereits bestehenden Druckereigebäuden benötigt wird.
Die Colorliner CPS verbindet bewährte Technologien von Goss Akzidenz- und Zeitungsrotationen und wurde entwickelt, um geringste Personalerfordernisse und einfachste Bedienung zu gewährleisten. Das neue Model ist als 4x2, 5x2 oder auch 6x2 Variante erhältlich und deckt eine breite Auswahl an Abschnittlängen ab. Verfügbare Ausstattungskomponenten sind das Goss DigiRail digitale Farbversorgungssystem und automatische Voreinstellung, Anfahrsequenzen, Walzenjustierung, Plattenwechselsystem und Bahnbreitenanpassung.
Die Colorliner CPS mit drei Farbauftragswalzen und Druckzylinder mit Schmitzringen sind die Vorraussetzung für hohe Druckqualität und dynamische Stabilität beim Einsatz von konventionellen Drucktüchern. Ein kurzer Abstand von 2,7 m zwischen der untersten und obersten Druckstelle im Druckturm minimiert den Fan-out Effekt und unterstützt ein genaues Farbregister. Die kompakte Konstruktion, ohne die Notwendigkeit Druckturmhälften auseinander fahren zu müssen, minimiert den notwendigen Platzbedarf in der Breite, als auch in der Höhe des Turmes, und ermöglicht damit auch die Installation in bestehenden Gebäuden ohne die Notwendigkeit komplexer Aufstellvarianten, wie dem Übereinanderstellen von Drucktürmen.
PreMedia Newsletter:
Gibt es ergonomische Vorteile in der Bedienbarkeit?
Shane Lancaster: Der Zugriff auf alle Subsysteme der Colorliner CPS ist von der Außenseite her möglich und wird nicht durch das automatische Plattenwechselsystem behindert. Die Konstruktion des Druckturms, nach Vorbild der FPS Baureihe, gewährt einen für den Druckprozess notwendigen Temperaturbereich durch natürliches Umwälzen der Umgebungsluft, ohne die Notwendigkeit kostspielige Kühlsysteme einsetzen zu müssen.
Goss hat hier aus meiner Sicht hier eine Vorreiterrolle übernommen, indem wir ein neues kosteneffektives kompaktes Drucksystem von hoher Güte anbieten, welches einen Automatisierungsgrad und Leistungseigenschaften bietet, die Zeitungsdrucker und -verleger benötigen um konkurrenzfähig zu sein und den Einsatzbereich zu erweitern. Die Colorliner CPS ergänzt die kompakte FPS Baureihe, die mit einem auseinanderfahrbarem Druckturm die Möglichkeit des Abschnittlängenwechsels bietet. Das neue kompakte Model rundet unser umfangreiches Angebot an Einfach- und Doppelumfangmaschinen ab und erweitert die Möglichkeiten unseren Kunden die beste Wahl für jegliche
Produktionsanforderungen und Geschäftsmodelle zu bieten.
PreMedia Newsletter:
Welche unternehmerischen Ziele verbindet der Investor D C Thomson mit der neuen Goss Colorliner CPS?
Shane Lancaster: Thomson war schon immer ein sehr renommierter, etablierter Verlag in Großbritannien.
Vor allem der Wunsch nach voller Farbigkeit, Wirtschaftlichkeit und niedersten Cost-per-Copy-Kosten durch Erhöhung der Produktivität war für diese Investiton neben höchster Qualität entscheidend.
Chief Operating Officer David Thomson sagte mir kürzlich, dass das man bei D C Tomson stolz sei, in die Zukunft der gedruckten Zeitung zu investieren. Gleichzeitig wolle man die bereits existierenden Goss Colorliner- Anlagen durch eine Neukonfiguration mit sieben Türmen und zwei Falzapparaten erweitern. Dadurch könne auch eine umfangreiche Erneuerung des Steuersystems und andere Verbesserungen in Kombination mit der robusten Bauweise der Colorliner Familie die Produktivität und Konkurrenzfähigkeit der seit vielen Jahren in Betrieb bestehenden Anlage in naher Zukunft ebenfalls erweitert werden.
PreMedia Newsletter:
Liegt die Zukunft für das Maschinen-Design im Zeitungsdruck in der Kompaktbauweise?
Shane Lancaster: Karl, wenn man die hohen Produktionsanforderungen an die Zeitungsdruckerei inklusive auch die Möglichkeit, Hybrid-Zeitungen
drucken zu können betrachtet, ist der Weg der Kompaktbauweise der richtige Ansatz.
PreMedia Newsletter:
Shane, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch.
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