Das Internet als reiner Zeitvertreib
12.12.2011
Einige haben es sich vermutlich immer schon gedacht – eine US-Studie belegt, dass viele Menschen ohne konkreten Grund ins Internet gehen. Das betrifft nicht nur jüngere Erwachsene.
Von den 18- bis 29-Jährigen Amerikanern geht mehr als die Hälfte ohne besonderen Grund ins Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Pew Research Center‘s Internet & American Life Projects, für die 2260 Erwachsene in den USA zu ihrem Internetverhalten an einem bestimmten Tag befragt wurden. 81 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe gaben an, dass sie sich gelegentlich aus Langeweile oder zum Spaß im Netz bewegen. Diese Zahlen seien deutlich höher als bei der vorherigen Umfrage 2009. Der Studie zufolge gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter der Personen und der Zeit, die sie nur „mal so“ im Netz verbringen. Nur zwölf Prozent der Befragten über 65 Jahre sagten, dass sie am Vortag ohne Grund ins Internet gegangen seien. Bei den 50- bis 64-Jährigen waren es schon 27 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen 53 Prozent.
Von den 18- bis 29-Jährigen Amerikanern geht mehr als die Hälfte ohne besonderen Grund ins Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Pew Research Center‘s Internet & American Life Projects, für die 2260 Erwachsene in den USA zu ihrem Internetverhalten an einem bestimmten Tag befragt wurden. 81 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe gaben an, dass sie sich gelegentlich aus Langeweile oder zum Spaß im Netz bewegen. Diese Zahlen seien deutlich höher als bei der vorherigen Umfrage 2009. Der Studie zufolge gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter der Personen und der Zeit, die sie nur „mal so“ im Netz verbringen. Nur zwölf Prozent der Befragten über 65 Jahre sagten, dass sie am Vortag ohne Grund ins Internet gegangen seien. Bei den 50- bis 64-Jährigen waren es schon 27 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen 53 Prozent.
» drucken « zurück
Internet & Mobile
12.12.2011
... unter diesem Motto stand das diesjährige VI&VArium, das bereits zum 10. Mal gemeinsam vom Gutenberg Rechenzentrum, Hannover und der Lufthansa Systems ausgerichtet wurde.
Zu der Veranstaltung im Hotel Lindner Hagenbeck hatte Lufthansa Systems eingeladen und Herr Gerd-R. Schmidtke, Sales Manager Media, konnte wieder über 120 Teilnehmer begrüßen. Das VI&VArium begann bereits am Vorabend mit der Gründung des CRM Userforums und einem anschließenden Get together in der Hotelbar.
„Internet & Mobile“ lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Es beschreibt nicht nur die Richtung, in die sich die Weiterentwicklung von VI&VA® bewegt, sondern auch die aktuellen Trends der Medienbranche. Oder wie es einer der Teilnehmer trefflich formulierte: „Was geht, was muss und warum überhaupt.“
Die Mehrzahl der Kunden (siehe Foto unten), mit den unterschiedlichsten Erwartungen besucht die User Conference jedes Jahr. „Ich nutze gerne die Möglichkeit, die anderen VI&VA®-Anwender zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.“, wie ein Besucher meint. „Der Markt wird „elektronischer“. Ich möchte prüfen, inwieweit VI&VA® sich den Anforderungen des Marktes anpasst. Das diesjährige Motto „Internet & Mobile“ hat mich neugierig gemacht.“ beschreibt ein IT-Leiter seine Erwartungen.
Herr Tobias Wolkenhauer, Prokurist Gutenberg Rechenzentrum, berichtete über Ausbau und Ausrichtung der Produktfamilie VI&VA® im Fokus neuer Verkaufsprozesse.
„Internet & Mobile“ – so lautet nicht nur das Motto des diesjährigen VI&VAriums. Es ist auch die Bezeichnung eines neuen Produktbereichs von VI&VA®, in dem die neuen Möglichkeiten von Online-Werbung wie Wallpaper und Banner abgebildet werden. Zielgruppengenau zugeschnittene Information 24/7, stellt eine Herausforderung für die Medien, Zeitungen, Zeitschriften und TV wie auch Internet, dar. Dabei ist auch höchste Verfügbarkeit gefragt. So war die Frage, wie die klassische Print-Ausgabe einer Zeitung auch multimedial zugänglich werden und gleichzeitig einen spürbaren Mehrwert für die Leser generieren kann, angeregt diskutiert.
Hoch interessiert verfolgten die Teilnehmer die Vorträge, die sich mit dem Thema „digitaler paid content“ befassten. Für die technische und kaufmännische Steuerung dieser Angebote wurde das neue VI&VA®-Modul eRASMo entwickelt. eRASMo steht für „eReader Access and Sales Module“ und steuert den Vertrieb digitalen Contents auf Smartphones, Tablets und in Portalen. Zusätzlich ermöglicht eRASMo die Abwicklung und Verwaltung von Käufen in Form von elektronischen Pässen und Abonnements.
Der aktuelle Trend in der Medienwelt geht zu crossmedialen Vertriebskanälen, das bedeutet eine Kommunikation über verschiedene, inhaltlich verknüpfte Kanäle. Die Verlagslösung VI&VA® war ursprünglich auf Printmedien ausgerichtet und wurde mit dem Wandel der Branche weiterentwickelt. Inzwischen bildet das System crossmediale Kampagnen mit dem Modul VI&VA®-XMS (Cross Media Selling) vollständig ab. Einer der anwesenden Anzeigenleiter kommentierte so den VI&VA® XMS-Paketkonfigurator: „Die richtige Software zum richtigen Zeitpunkt.“ Auch mit dem CRM-System Contact unterstützt VI&VA® die speziellen Anforderungen der neuen Vertriebskanäle – Print, Internet, Rundfunk, TV – an den Verkauf. Insbesondere die mobile Nutzung sowie Browser-Anwendungen (sog. Web-Frontends) stehen aktuell im Fokus der Medien-Branche.
Der Wandel der Zeitungsverlage zu Medienhäusern führt auch im Bereich der benötigten Hardware, die die Mitarbeiter dieser Häuser nutzen, zu neuen Aufgaben.
Wenn sich zum Beispiel ein Verlag mit dem Vertriebskanal iPad beschäftigt, was zurzeit speziell für die überregionalen Verlage unumgänglich ist, dann wollen redaktionelle Mitarbeiter in den teilweise neu geschaffenen Bereichen auch im Büro an entsprechenden devices arbeiten. Auch in der Medienbranche vollzieht sich ein Generationswechsel und die neue „always-on-Generation“ erwartet, dass alle online Kanäle multimedial bedienbar sein müssen. Neue Endgeräte – Smartphones, Tablets u.a. – drängen mehr und mehr auch in die Medienhäuser. Kein Wunder also, dass das Thema deskBase, das virtualisierte Arbeitsplatzmodel von Lufthansa Systems, viel Interesse geweckt hat.
Neben der starken Fokussierung auf die neuen Technologien wurden auch die Geschäftsstrategien, die Organisation und die Prozesse betont. „Es war besonders interessant, dass das Thema Kosten heute aus einer ganz anderen Perspektive diskutiert wurde. Für die Abbildung der neuen Geschäftsmodelle ist es wichtig die IT Kosten in den davon betroffenen Prozessen im Blick zu behalten“, resümiert Heiko Packwitz, Director Media.
Darüber hinaus referierte Hilmar Klärchen, Systemmanager Marketing über die erfolgreiche Einführung von VI&VA® CRM Contact bei den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung und Herr Marc Klages, Geschäftsführer Madsack Media Store, stellte das neue Geschäftsmodell des Hannover Medienkonzerns vor.
Abgerundet wurde das Programm durch praxisnahe Beiträge über die digitale und multimediale Strategie der Verlage durch Herrn Martin Talmeier, der mit „Print2pad“eine Lösung zur schnellen und kostengünstigen Realisierung von multimedialem Content für Tablets vorstellte. Dieser Ansatz fand bereits auf dem Messestand der Lufthansa Systems zur IFRA Expo großen Anklang. Herr Karsten Rauber Sales Manager Industrie bei der Lufthansa Systems beendete mit seinem Beitrag zum Thema deskBase „der virtuelle Arbeitsplatz“ die außerordentlich informative Veranstaltung.
Das Gutenberg Rechenzentrum und die Lufthansa Systems freuen sich auf das VI&VArium 2012 in Hannover.
Zu der Veranstaltung im Hotel Lindner Hagenbeck hatte Lufthansa Systems eingeladen und Herr Gerd-R. Schmidtke, Sales Manager Media, konnte wieder über 120 Teilnehmer begrüßen. Das VI&VArium begann bereits am Vorabend mit der Gründung des CRM Userforums und einem anschließenden Get together in der Hotelbar.
„Internet & Mobile“ lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Es beschreibt nicht nur die Richtung, in die sich die Weiterentwicklung von VI&VA® bewegt, sondern auch die aktuellen Trends der Medienbranche. Oder wie es einer der Teilnehmer trefflich formulierte: „Was geht, was muss und warum überhaupt.“
Die Mehrzahl der Kunden (siehe Foto unten), mit den unterschiedlichsten Erwartungen besucht die User Conference jedes Jahr. „Ich nutze gerne die Möglichkeit, die anderen VI&VA®-Anwender zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.“, wie ein Besucher meint. „Der Markt wird „elektronischer“. Ich möchte prüfen, inwieweit VI&VA® sich den Anforderungen des Marktes anpasst. Das diesjährige Motto „Internet & Mobile“ hat mich neugierig gemacht.“ beschreibt ein IT-Leiter seine Erwartungen.
Herr Tobias Wolkenhauer, Prokurist Gutenberg Rechenzentrum, berichtete über Ausbau und Ausrichtung der Produktfamilie VI&VA® im Fokus neuer Verkaufsprozesse.
„Internet & Mobile“ – so lautet nicht nur das Motto des diesjährigen VI&VAriums. Es ist auch die Bezeichnung eines neuen Produktbereichs von VI&VA®, in dem die neuen Möglichkeiten von Online-Werbung wie Wallpaper und Banner abgebildet werden. Zielgruppengenau zugeschnittene Information 24/7, stellt eine Herausforderung für die Medien, Zeitungen, Zeitschriften und TV wie auch Internet, dar. Dabei ist auch höchste Verfügbarkeit gefragt. So war die Frage, wie die klassische Print-Ausgabe einer Zeitung auch multimedial zugänglich werden und gleichzeitig einen spürbaren Mehrwert für die Leser generieren kann, angeregt diskutiert.
Hoch interessiert verfolgten die Teilnehmer die Vorträge, die sich mit dem Thema „digitaler paid content“ befassten. Für die technische und kaufmännische Steuerung dieser Angebote wurde das neue VI&VA®-Modul eRASMo entwickelt. eRASMo steht für „eReader Access and Sales Module“ und steuert den Vertrieb digitalen Contents auf Smartphones, Tablets und in Portalen. Zusätzlich ermöglicht eRASMo die Abwicklung und Verwaltung von Käufen in Form von elektronischen Pässen und Abonnements.
Der aktuelle Trend in der Medienwelt geht zu crossmedialen Vertriebskanälen, das bedeutet eine Kommunikation über verschiedene, inhaltlich verknüpfte Kanäle. Die Verlagslösung VI&VA® war ursprünglich auf Printmedien ausgerichtet und wurde mit dem Wandel der Branche weiterentwickelt. Inzwischen bildet das System crossmediale Kampagnen mit dem Modul VI&VA®-XMS (Cross Media Selling) vollständig ab. Einer der anwesenden Anzeigenleiter kommentierte so den VI&VA® XMS-Paketkonfigurator: „Die richtige Software zum richtigen Zeitpunkt.“ Auch mit dem CRM-System Contact unterstützt VI&VA® die speziellen Anforderungen der neuen Vertriebskanäle – Print, Internet, Rundfunk, TV – an den Verkauf. Insbesondere die mobile Nutzung sowie Browser-Anwendungen (sog. Web-Frontends) stehen aktuell im Fokus der Medien-Branche.
Der Wandel der Zeitungsverlage zu Medienhäusern führt auch im Bereich der benötigten Hardware, die die Mitarbeiter dieser Häuser nutzen, zu neuen Aufgaben.
Wenn sich zum Beispiel ein Verlag mit dem Vertriebskanal iPad beschäftigt, was zurzeit speziell für die überregionalen Verlage unumgänglich ist, dann wollen redaktionelle Mitarbeiter in den teilweise neu geschaffenen Bereichen auch im Büro an entsprechenden devices arbeiten. Auch in der Medienbranche vollzieht sich ein Generationswechsel und die neue „always-on-Generation“ erwartet, dass alle online Kanäle multimedial bedienbar sein müssen. Neue Endgeräte – Smartphones, Tablets u.a. – drängen mehr und mehr auch in die Medienhäuser. Kein Wunder also, dass das Thema deskBase, das virtualisierte Arbeitsplatzmodel von Lufthansa Systems, viel Interesse geweckt hat.
Neben der starken Fokussierung auf die neuen Technologien wurden auch die Geschäftsstrategien, die Organisation und die Prozesse betont. „Es war besonders interessant, dass das Thema Kosten heute aus einer ganz anderen Perspektive diskutiert wurde. Für die Abbildung der neuen Geschäftsmodelle ist es wichtig die IT Kosten in den davon betroffenen Prozessen im Blick zu behalten“, resümiert Heiko Packwitz, Director Media.
Darüber hinaus referierte Hilmar Klärchen, Systemmanager Marketing über die erfolgreiche Einführung von VI&VA® CRM Contact bei den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung und Herr Marc Klages, Geschäftsführer Madsack Media Store, stellte das neue Geschäftsmodell des Hannover Medienkonzerns vor.
Abgerundet wurde das Programm durch praxisnahe Beiträge über die digitale und multimediale Strategie der Verlage durch Herrn Martin Talmeier, der mit „Print2pad“eine Lösung zur schnellen und kostengünstigen Realisierung von multimedialem Content für Tablets vorstellte. Dieser Ansatz fand bereits auf dem Messestand der Lufthansa Systems zur IFRA Expo großen Anklang. Herr Karsten Rauber Sales Manager Industrie bei der Lufthansa Systems beendete mit seinem Beitrag zum Thema deskBase „der virtuelle Arbeitsplatz“ die außerordentlich informative Veranstaltung.
Das Gutenberg Rechenzentrum und die Lufthansa Systems freuen sich auf das VI&VArium 2012 in Hannover.
» drucken « zurück
Der nächste Schritt: Alle Digitalinhalte kosten Geld
12.12.2011
Österreichs Verleger und Fernsehmacher bemühten sich bei den Medientagen in Wien, mit „Mut“ in die Zukunft zu sehen. Neue Geschäftsfelder müssen entwickelt werden. Im Kern brauche es ein gut gemachtes Produkt.
Die österreiche Medienbranche sieht vorsichtig, aber zuversichtlich in die ungewisse Zukunft. Mut zum kalkulierten Risiko ist dabei gefordert. Beispielsweise berichtet Styria-Vorstand Wolfgang Bretschko über ein Geschäftsmodell, das nicht funktioniert hat. Vor einigen Jahren versuchte die Styria-Zustellertochter Redmail ins Postgeschäft einzusteigen, erkannte aber, dass dieser Weg nicht funktioniert. „Mut heißt auch, Dinge rechtzeitig zu beenden“, so Bretschko. Unbestritten sei jedoch, dass Verlage neue Geschäftsfelder entwickeln müssen, wie das Beispiel willhaben.at beweist. Mittlerweile ist die Plattform Österreichs größtes Kleinanzeigenportal und wird häufiger benutzt als eBay. Im Kern brauche es aber ein gut gemachtes Produkt. „Und dafür brauchen wir Journalisten“, so Bretschko.
Die Gäste aus dem deutschen Nachbarland, Matthias Müller von Blumencron („Spiegel“) und Stefanie Hauer („Zeit“), sehen gelassen in die Zukunft. Man arbeite mit „großer Freude“ an den unterschiedlichsten Kanälen der „Zeit“ (von Print über Online bis zur App). Dass die Online-Ausgabe einmal kostenpflichtig werde, glaubt Hauer nicht. Denkbar sei nur, dass man für exklusive Inhalte, wie Universitäts-Rankings etc. künftig Geld verlangen werde. Auch ihr Kollege vom „Spiegel“ sagte: „Wir denken nicht im Traum daran, Spiegel-Online zu bepreisen.“ Die Kernaufgabe von Spiegel Online umschreibt er so: „Wir müssen so gut sein, dass der Leser am nächsten Tag keine Tageszeitung mehr braucht.“
Die österreiche Medienbranche sieht vorsichtig, aber zuversichtlich in die ungewisse Zukunft. Mut zum kalkulierten Risiko ist dabei gefordert. Beispielsweise berichtet Styria-Vorstand Wolfgang Bretschko über ein Geschäftsmodell, das nicht funktioniert hat. Vor einigen Jahren versuchte die Styria-Zustellertochter Redmail ins Postgeschäft einzusteigen, erkannte aber, dass dieser Weg nicht funktioniert. „Mut heißt auch, Dinge rechtzeitig zu beenden“, so Bretschko. Unbestritten sei jedoch, dass Verlage neue Geschäftsfelder entwickeln müssen, wie das Beispiel willhaben.at beweist. Mittlerweile ist die Plattform Österreichs größtes Kleinanzeigenportal und wird häufiger benutzt als eBay. Im Kern brauche es aber ein gut gemachtes Produkt. „Und dafür brauchen wir Journalisten“, so Bretschko.
Die Gäste aus dem deutschen Nachbarland, Matthias Müller von Blumencron („Spiegel“) und Stefanie Hauer („Zeit“), sehen gelassen in die Zukunft. Man arbeite mit „großer Freude“ an den unterschiedlichsten Kanälen der „Zeit“ (von Print über Online bis zur App). Dass die Online-Ausgabe einmal kostenpflichtig werde, glaubt Hauer nicht. Denkbar sei nur, dass man für exklusive Inhalte, wie Universitäts-Rankings etc. künftig Geld verlangen werde. Auch ihr Kollege vom „Spiegel“ sagte: „Wir denken nicht im Traum daran, Spiegel-Online zu bepreisen.“ Die Kernaufgabe von Spiegel Online umschreibt er so: „Wir müssen so gut sein, dass der Leser am nächsten Tag keine Tageszeitung mehr braucht.“
» drucken « zurück
Von besonderem Format
12.12.2011


Noch vor wenigen Jahren wären Privatleute wohl kaum auf die Idee gekommen, solch edle Druckerzeugnisse zu bestellen. Geschäftsfü
Beste Druckqualität bei gleichzeitig kompromissloser Haltbarkeit der Tinten auf Glas und auf anderen starren Medien – bei der traditionell auf die Verarbeitung von Flachglas spezialisierten Siebdruckerei Andres Druck + Werbung muss der großformatige Digitaldruck besondere Anforderungen erfüllen. Zwei Großformat-Inkjet-Drucksysteme der Acuity-Familie von Fujifilm haben hier binnen 24 Monaten mehr als 50.000 m² bedruckt.
Köln bei Nacht. Eine Panoramaaufnahme der City rund um den Dom, gedruckt auf Glas mit faszinierender Brillanz und Leuchtkraft. Das Ganze gut einen Meter hoch und eineinhalb Meter breit. Im Dunklen von hinten beleuchtet ein Blickfang sondergleichen. „Noch vor wenigen Jahren wäre allein aus Kostengründen kein Privatmann auf die Idee gekommen, ein solch edles Druckerzeugnis in Auftrag zu geben“, stellt Detlev Andres fest. „Das hat sich geändert, seit wir im Herbst 2009 in den großformatigen Digitaldruck eingestiegen sind. Damit ist auch unser Kundenspektrum breiter geworden.“ Inzwischen erwirtschaftet der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der Andres Druck + Werbung GmbH aus Porta Westfalica bereits etwa 15 bis 20 % seiner Umsätze mit der neuen Drucktechnologie.
In Zahlen ausgedrückt: Annähernd 35.000 m² unterschiedlicher Materialien hat die ehemals reine Siebdruckerei mit ihrem ersten UV-Großformatdrucksystem Acuity Advance HD2565 X2 von Fujifilm binnen knapp eineinhalb Jahren bedruckt. „Viele unserer Kunden haben sehr schnell die Möglichkeiten der neuen Drucktechnologie erkannt“, erinnert sich Andres. Um die Kapazität im Digitaldruck angesichts dieser enormen Nachfrage auszubauen, ließ die Druckerei diese Maschine im März 2011 gegen eine gut doppelt so schnelle Acuity
Advance HS HD3545 X2 austauschen. Bereits sechs Monate später hatte der Zähler des neuen Highspeed-Systems die 20.000-m²-Marke übersprungen. „Die Aufträge kommen heute immer kurzfristiger herein und müssen schneller denn je abgearbeitet werden“, betont der Druckereiinhaber die essentielle Bedeutung der hohen Produktionsgeschwindigkeit der neuen Acuity Advance HS HD3545 X2 für seinen Betrieb.
Jeder vierte Euro wird mit dem Digitaldruck verdient
„Der Anteil des Digitaldrucks an unserem Umsatz wird auf etwa 25 % zulegen“, schätzt Andres. Ungeachtet dieses stattlichen Wachstums werde sein Unternehmen mit derzeit knapp 20 Mitarbeitern letztlich aber doch in erster Linie eine Siebdruckerei bleiben – spezialisiert auf besondere Anforderungen. Das gilt allem voran für den Druck auf Flachglas für die Möbelindustrie. Zum Beispiel namhafte Hersteller von Küchenmöbeln aus der Region lassen Türfronten oder Einlegeböden bei dem Mitte 2000 gegründeten Betrieb mit ansprechenden Dekors verzieren. Darüber hinaus werden hier unter anderem Gehäuseteile von Schaltkästen oder Schilder bedruckt.
Früher kam dabei ausschließlich der Siebdruck zum Einsatz. Bei kleinen und kleinsten Auflagen dagegen hat der Digitaldruck mit der Acuity längst das konventionelle Verfahren abgelöst. „Wir waren froh, dass wir unsere Siebdruckmaschinen mit der neuen Drucktechnologie entlasten konnten und nicht länger mit Kleinauflagen blockieren mussten“, freut sich Andres über den Gewinn an Produktionskapazität im Siebdruck, der mit dem Einstieg in den Digitaldruck Hand in Hand ging.
Neue Umsatzpotenziale erschlossen
Ansonsten ist der Betrieb mit seinen großformatigen Piezo Drop-on-Demand-Inkjet-Drucksystemen gleich in eine ganze Reihe neuer Marktsegmente vorgedrungen. Beispiele sind die Herstellung von Displays für den Point-of-Sale oder Fahrzeugbeschriftungen. „Im Digitaldruck zählen unter anderem Agenturen, Industriebetriebe, der Einzelhandel und sogar Privatpersonen zu unseren Auftraggebern“, erklärt Andres. Aber auch viele der klassischen Siebdruckkunden – allem voran Zulieferer der Möbelindustrie und Glasveredelungsbetriebe – platzieren heute ihre Großformat-Jobs bei der Siebdruckerei in Porta Westfalica.
Mit dem Digitaldruck hat zudem die Bandbreite der hier bislang verarbeiteten Bedruckstoffe an Vielseitigkeit gewonnen. Sind es im Siebdruck typischerweise Glas, Acryl, Metalle und Kunststoffe, gesellen sich im Digitaldruck unter anderem Hart- und Weichschaum-Materialien wie Polystyrol, Polykarbonat oder Selbstklebefolien hinzu. Den Schwerpunkt bilden allerdings Displaykartons, die später unter anderem im Einzelhandel als POS-Werbematerialien um die Gunst von Konsumenten buhlen.
Kunden mit besonderen Ansprüchen an die Druckqualität
Es liegt auf der Hand: Bei solchen Druckerzeugnissen ist fotorealistische Detailwiedergabe mit kräftigen Farben bei gleichzeitig stufenlosen Verläufen sowie satten Volltonflächen gefragt. Selbst minifeine 4-Punkt-Schriften müssen gestochen scharf herauskommen. Der Farbraum der Tinten muss auch Haus- und Logofarben wie HKS- oder Pantone-Farben originalgetreu abdecken können. Geben Kunden wiederum den Druck von Familienfotos auf Glas in Auftrag, sind neben höchster Brillanz zusätzlich natürliche Hautfarben und die Leuchtkraft der Farben wichtige Messlatten der Zufriedenheit der Auftraggeber. Ähnlich sieht es aus, wenn Andres Druck + Werbung Fotos von Haustieren auf Glas oder auf andere transparente Materialien printen soll.
„Die meisten Großformatdrucke werden üblicherweise aus der Ferne betrachtet – und müssen ihre Wirkung entsprechend über größere Distanzen hinweg entwickeln. Das heißt, die Druckqualität spielt bei ihnen eher eine sekundäre Rolle. Das ist bei dem Großteil unserer Digitaldruckjobs ganz anders“, grenzt Andres die Anforderungen seiner Kunden ab. Deshalb hatte die hohe Qualität der hochauflösenden Grauskalen-Druckköpfe der Acuity Advance HD2565 X2 in Kombination mit der VarioDot-Bebilderungstechnologie von Fujifilm seinerzeit im Zuge des Auswahlprozesses eine zentrale Rolle gespielt. Gleiches gilt für die Acuity Advance HS HD3545 X2, die ebenfalls mit diesen Hightech-Druckköpfen und der VarioDot-Technologie arbeitet.
Dank dieser innovativen Technologien können die Acuity Advance-Drucksysteme Tröpfchengrößen zwischen sechs und 42 Picolitern erzeugen. Während die kleinsten Tröpfchen feinste Detailzeichnungen garantieren, ermöglichen die größeren Tintentropfen die ruhigen Volltonflächen und stufenlosen Verläufe mit weichen Übergängen. Die hohe Auflösung der Grauskalen-Druckköpfe wiederum wird in idealer Weise von den UV-härtenden Uvijet-Tinten von Fujifilm unterstützt. Sie kombinieren einen sehr hohen Pigmentanteil mit der patentierten ‚Micro-V’-Dispersionstechnologie des Unternehmens. Mit Hilfe dieses Hightech-Produktionsverfahrens werden die Farbpigmente in dem nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifizierten Werk von Fujifilm Sericol in Broadstaires in Großbritannien über Stunden hinweg besonders fein gemahlen. Im Ergebnis beträgt ihre Partikelgröße weniger als ein Mikrometer. Das ist ein Geheimnis der hohen Druckqualität, die mit diesen preisgekrönten Tinten erzielbar ist. Gleiches gilt für die Breite ihres Farbraums, die aus Sicht von Andres im Markt einzigartig ist. Seit dem Umstieg auf die Acuity Advance HS HD3545 X2 arbeitet die Druckerei mit den Uvijet-KI-Tinten. Diese neueste Tintengeneration unterstützt ihre speziellen Anforderungen insbesondere beim Druck auf Flachglas noch etwas besser. Andres: „Wir fahren im Digitaldruck mit diesen Inkjet-Systemen auf einem geradezu unglaublich hohen Qualitätsniveau.“ Und das bei vergleichsweise geringem Tintenverbrauch – erzielt die Acuity doch selbst bei einem dünnen Farbauftrag eine hohe Deckkraft. Die Weißoption der Acuity-Systeme gibt zusätzliche Flexibilität, die Wünsche anspruchsvoller Kunden zu erfüllen. So wird die weiße Tinte vor allem eingesetzt, um transparente Materialien zu grundieren und damit spezielle Effekte zu erzielen. Je nach Anforderung der Auftraggeber wird mit ihr aber auch bei dunklen Substraten gearbeitet. Um den Kunden diese Möglichkeiten bieten zu können, wurden die Acuity-CMYK-Drucksysteme jeweils mit zwei zusätzlichen Druckköpfen für die weiße Tinte ausgestattet.
Besonders gute Haftung der Tinten auf Glas
Apropos Flachglas: Das Arbeiten mit diesem Material beherrschen wohl die wenigsten Großformatdruckereien. Bei Andres Druck + Werbung dagegen hat man sich im Laufe von mehr als zehn Jahren umfassendes Know-how angeeignet, wie dieses Material vorbehandelt werden muss, damit sich im Druck für die verschiedenen Einsatzzwecke jeweils optimale Ergebnisse erzielen lassen. Hier kommt insbesondere auch der Haftung und der Abriebfestigkeit der Tinten eine Schlüsselrolle zu. „Unsere Gitterschnitt-Tests und Experimente mit Cutter-Messern im Demo-Center von Fujifilm Sericol in Köln haben gezeigt, dass die Uvijet-Tinten gerade auch auf eher kritischen Materialien wie Flachglas besonders gut haften. Das war der zweite wichtige Grund, weshalb wir uns 2009 für die Installation eines Großformatdrucksystems der Acuity-Familie entschieden haben und auch die neue Acuity hier steht“, betont Andres die besondere Bedeutung dieses Aspekts für sein Unternehmen.
Die Kombination aus der fotorealistischen Druckqualität sowie der perfekten Haftung und des breiten Farbraums der Tinten auf einer enorm umfangreichen Palette unterschiedlicher Substrate „bedeutet für uns, dass wir mit der Digitaldruckmaschine für unsere Kunden praktisch alles machen können. Dank der Flexibilität der Tinten kommen wir mit Glas genauso gut klar wie mit Kunststoffen und Karton. Deshalb ist uns beim Einstieg in das neue Druckverfahren gleich ein Senkrechtstart gelungen. Und deshalb wiederum haben wir schon bald die höhere Produktionskapazität der Acuity Advance HS HD3545 X2 gebraucht“, so der Werbetechnikspezialist. Zumal der Einstieg in die neue Drucktechnik auch dank der einfachen Bedienbarkeit der Inkjet-Drucksysteme für die erfahrenen Mitarbeiter der Siebdruckerei keine echte Herausforderung gewesen sei.
Konsistente Druckergebnisse
Wichtig ist für die Siebdruckerei auch die Stabilität des Inkjet-Prozesses. Keine Frage: Weder die Möbelhersteller und ihre Zulieferer noch die Agenturen, Industriebetriebe oder der Einzelhandel würden auch nur kleinste Schwankungen bei der Qualität oder Abweichungen bei den Farbtönen akzeptieren – schon gar nicht bei ihren Haus- und Logofarben. „Bei mehrteiligen Displays ist es vollkommen egal, in welcher Reihenfolge wir die einzelnen Teile ausdrucken. Sie passen garantiert perfekt zusammen“, fasst Andres die Erfahrungen der Siebdruckerei zusammen. Und Nachdrucke seien auch nach längerer Zeit bei exakt konsistenten Ergebnissen möglich. Obwohl man hier nicht einmal mit einem Farbmanagement arbeitet.„Siebdruckereien brauchen heute eine solche Möglichkeit, kleine Auflagen kostengünstig zu produzieren. Ansonsten gehen ihnen zu viele Aufträge verloren – und damit je nachdem auch Kunden“, beleuchtet Andres die Investitionsentscheidung noch aus einem anderen Aspekt. Fujifilm Sericol kennt er schon seit den Zeiten, in denen er noch Siebe von dem Unternehmen bezog. Auch die positiven Erinnerungen an diese Geschäftsbeziehung hatten bei der Auswahl der Inkjet-Drucktechnologie mitgeklungen. Zudem sei dieser Hersteller seit mehr als 60 Jahren im Großformatdruck zu Hause – und habe damit auch besonderes Potenzial, die Produktionstechnologien weiter zu entwickeln.
Je nach Nachfrage will er irgendwann vielleicht noch zusätzlich eine Rollenmaschine installieren, um verstärkt auch flexible Bedruckstoffe verarbeiten zu können. Zwar gebe es für die Acuity Advance HS HD3545 X2 eine Rollenoption. Auf die wolle man hier aber angesichts der ohnehin schon extrem hohen Auslastung des Digitaldrucksystems lieber verzichten.
» drucken « zurück
» Newsletter Archiv








