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06.07.2020

Strohfeuer oder Initialzündung?

20.06.2020
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Karl Malik

Liebe Leser, in Zeiten, in denen die Welt so verseucht ist, nicht nur von einem Virus, sondern auch von vielen Aussagen, die manchmal wahr, manchmal falsch und manchmal falsch verstanden sind, gilt es, Fakten ins Leben zu bringen. Fakten, die uns helfen, wieder „on“ zu sein, wieder dabei zu sein, wieder „all in“ zu sein. Milliardenschwere  Sanierungsmaßnahmen sollen es nun richten. Von Politikern, von denen viel zu wenige in der freien Wirtschaft Erfahrungen sammeln durften - positive wie auch negative persönlich wirksame Rückschläge zu verkraften hatten. Erfolge in nachweisbaren Aktivitäten vor ihrer politischen Karriere sind ja sehr rar. Ihre Karriere ist ja sehr oft bis zum Lebensende vom Steuerzahler weich abgefedert. Was immer sie getan oder mit beschlossen haben.  Und diese Verantwortung wirkt schwer. Das gilt für mehrere Generationen, die diese heute verursachten Milliarden-Schulden auch. Corona war dazu nur ein Brandbeschleuniger für die neue Gesellschaft nach Corona. Veränderungen dafür waren ja schon lange davor gefordert. Jetzt geht alles fast im Tagestakt sehr schnell. 
Im Wochentakt werden Maßnahmen verabschiedet, um das Schlimmste in der Corona-Krise zu verhindern. Zumindest in dieser Krisen-Situation einigt sich die deutsche Regierungs-Koalition auf massive steuerfinanzierte milliardenschwere Zugeständnisse.
Aus heutiger Sicht ein positives Signal.
 Die Anforderungshaltung an die eigene Lebensplanung von jedem von uns ist sehr hoch. Mehr oder auch weniger. Live-Work-Balance ist ein Wort, das ich so oft auch bei hochbezahlten Führungskräften gehört habe. Und schon lange vor der Corona-Krise so weit von der Realität entfernt. 6 Wochen bezahlter Urlaub, hochkarätige  Kongresse, viele vom Unternehmen bezahlte  Leistungen wie Dienst-Pkw, Boni, Versicherungsleistungen etc. Selbstverständlich für diese hochkarätige Manager. 
Corona hat viele davon in die Eisesstarre von tiefgefrorenen  U-Booten verabschiedet. 
Hochbezahlt .
Keine Neid-Debatte. Diese wäre so was falsch.
Mehr denn  je brauchen wir die Mutigsten, Besten, auch Manager, die die Märkte kennen, wichtige, tragfähige Kompromisse eingehen können.
Manager sollten im internationalen Markt bewertet werden. 
Höchstbezahlt. 
Und in den jeweiligen Märkten an ihren realen Leistungen gemessen werden.  Manager, die mit allem auch persönlichem Risiko für die ihre Marke neue Profile und Produkte schaffen, begeisterte Mitarbeiter aufbauen und - vorangehen.
Die milliardenschweren Rettungspakte sind gut gemeint, sie sind tagesaktuell auch nötig. 
Vom Steuerzahler finanzierte Kurzarbeit hilft kurzfristig, sie löst in der Medienindustrie nichts.
In der deutschen Medienindustrie wird - außer staatsfinanzierter Kurzarbeit - wenig bis nichts davon ankommen.
Corona hilft leider verändern. So lange nötig geworden.
Strohfeuer oder Initialzündig?
Es liegt an den Medienunternehmen, aus der Krise, die Chancen der Neupositionierung mit neuen Produkten und Dienstleistungen zu nützen.
Liebe Grüße, bleiben Sie bitte weiterhin gesund!
Ihr
Prof. Ing. Karl Malik
Karl.Malik@premedianewsletter.de


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