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29.09.2020

Die neue Welt der Medien nach Corona

15.08.2020
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Karl Malik
Der international renommierte Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx hat diese Frage mit einem sehr interessanten Video und seinem Buch seine Thesen und Erwartungen dargestellt. Seine Kernaussage: „Nichts ist jemals so nach Krisen geblieben wie es vorher gewesen ist.“ Die letzten 4 Monate mit Lockdown, den Bewältigungsversuchen mit einer bisher unbekannten Form einer Pandemie, der wirtschaftliche Stillstand waren für alle sehr anstrengend und auch mit tiefgreifenden Ängsten  verbunden. Viele Menschen haben weltweit durch Corona ihr Leben verloren. Wir haben eine Phase erlebt, in der wir alle in Situationen waren, die wir nicht gewohnt sind. Alle Systeme der Gesellschaft waren gleichzeitig betroffen, alles war plötzlich auf Stopp. Das hat diese Krise so radikal gemacht. Wir mussten uns umstellen, wir hatten so enorm viel Bildschirm-Zeit, die Kontakte waren reduziert, dazu die Sorge um den Job. Wir mussten viel kompensieren und improvisieren, weil uns die Routine fehlte. Dabei wird uns  die Eindämmung des Covid-19-Virus weltweit noch lange Zeit fordern. Das hat und wird  auch künftig weiter persönliche Verhaltensänderungen für jeden von uns mit hoher Disziplin einfordern. In Krisen erkennt man, was funktioniert und was nicht. Gleichzeitig lernt man, welche Dinge sich beschleunigen und eine Dynamik kriegen. Wer ehrlicher Partner jetzt ist - und wer nicht.
Für die Medienschaffenden wie auch für die Lieferindustrie beginnt ein neues Zeitalter. Was vor Corona nicht möglich schien, ist plötzlich eine andere Realität - sicherlich mit ausbaufähigen Verbesserungspotenzialen - geworden. Videokonferenzen, Webinare, um Produktinnovationen vorzustellen, die bidirektionale digitale Kommunikation, ohne persönlich vor Ort sein zu können. Nach der Absage der drupa 2020 in Düsseldorf mussten sehr rasch andere Wege der Kommunikation zum Kunden gefunden werden. Dies ist teilweise gelungen, um Kunden an die Marke zu binden, Verunsicherungen zu besänftigen. 
Bei vielen Themen haben wir einen Zukunftssprung gemacht. Wir haben sie der Zukunft entrissen und in die Realität geholt. Etwa die Technologie oder die umfassende Digitalisierung mit all ihren Auswirkungen. Mit der Zukunft müssen wir uns jetzt völlig neu auseinandersetzen. Die Digitalisierung ist jetzt gelebte Notwendigkeit in allen unseren Lebenslagen.
Die Pandemie zu bewältigen ist eine weltweite Herausforderung, Die wirtschaftlichen Folgen folgen werden uns noch über Jahre fordern. Diese Auswirkungen haben uns in ihrer ganzen Wucht noch gar nicht erreicht.
So hilfreich für lediglich kurze Zeit die politischen Maßnahmen wie Corona-Soforthilfe und steuerfinanzierte Überbrückungsmaßnahmen sein mögen: Darauf zu bauen, dass 2021 und folgende die gewohnten Geschäftsmodelle genauso bleiben wie sie es vor der Corona-Krise waren, ist verführerisch aber leider falsch. „Ein Weiter so“, weil es ja nur eine krisenhafte Unterbrechung von Geschäftsprozessen war, wird es nicht mehr geben können.
Investitionsprojekte, bei dem es am Ende pro Gewerk nur einen Sieger geben kann, die von der Ausschreibung bis zum Abschluss auch von mehreren Lieferanten komplett vorzufinanzieren sind, und oft über Jahre dauern und letztendlich zum Niedrigstpreis abgeschlossen werden, gehören der Vergangenheit an. Die Nach-Corona-Ära könnte ein Aufbruch zu neuem Fair Play und partnerschaftlicher Kooperation mit neuen Perspektiven werden. Wenn wir alle daran glauben und danach fair handeln. 
Matthias Horx wird bei dem EuropeanMediaCongress 2020, einem neuen Congress- und Kommunikationsformat, seine Visionen und Trends vortragen. Neues für die Zukunft!
Sie sind sehr herzlich dazu eingeladen, Die Zukunft können wir jetzt beginnen, gemeinschaftlich gestalten. Damit  Neues gelingt!  Und sie beginnt jetzt!
Ihr
Prof. Ing. Karl Malik - Karl.Malik@premedianewsletter.de

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